SchichtWerk

Zeitreisen im Wersonhaus

Das Ausstellungshaus - Das wersonhaus


GESCHICHTE

1914 plante der Baumeister Melchior Fanger das Haus am Rande des Altdorfes (Adresse: Gilching Hausnr.137). Der Bauunternehmer Eduard Forner kaufte ihm Plan und Grundstück ab und errichtete das Landhaus, das damals als „Villa Forner“ bekannt gewesen war.

1912-1918 wohnte und praktizierte dort als Arzt Dr. Robert Weidner, ihm folgte für ein paar Monate der Arzt Dr. Milano Nowak als Mieter.

1919 kaufte Marie Lindemann die „Villa Forner“ dem gleichnamigen Bauunternehmer ab, um gemeinsam mit dem Bildhauer Jules Werson und dem Hausmädchen Maria Schmid dort einzuziehen. Sie brachten sich auf dem Land vor den politischen Unruhen in München in Sicherheit.

1920 Anbau des Ateliers, das Eduard Forner geplant hat.

WersonhausVor1923V3.pngQuelle: Gilching-Argelsried – Ortsgeschichte in Bildern, von Gerhard Dunkel und Reinhard Frank, Hrsg. VHS Gilching e.V., 1992

1923 übereignete die Mäzenin Marie Lindemann das Haus „Zwei Birken“ Jules Werson.

Ab 1950 führte Werson seine VHS-Veranstaltung „Form und Farbe – Ethik und Aesthetik“ im eigenen Haus durch.

1967 starb Werson und vermachte seiner Frau Betty, die er Jahre nach dem Tod von Marie Lindemann geheiratet hat, das Haus.

1981 nach dem Tod der Witwe hat die Gemeinde das Landhaus erworben.

1988 Neubau des Atelieranbaus in veränderter Form

1986-2008 Nutzung des Wersonhauses durch den Sozialdienst Gilching-Argelsried. Im Obergeschoss des Altbaus wohnten von 1986 bis 1992 Asylbewerber, im Keller des Atelieranbaus fanden bis 2002 die Töpferkurse der VHS statt. Der Kindergarten bleibt auch nach dem Auszug des Sozialdienstes im Atelieranbau bestehen.

2009-2010 Unterbringung der Notbücherei im Keller des Atelieranbaus

2010 Wiedereröffnung des frisch renovierten Wersonhauses mit dem Standesamt im Erdgeschoss sowie im Obergeschoss mit Friedhofsverwaltung, Archiv, Galerieräumen und der Gesellschaft für Archäologie und Ortsgeschichte Gilchings e.V., die 2012 ins alte Argelsrieder Rathaus umsiedelt

2016 ziehen Archiv und Friedhofsverwaltung komplett ins neugebaute Rathaus. Die Mitarbeiter des Standesamtes haben zwar ihren ständigen Arbeitsplatz im neuen Rathaus, der Trausaal im Wersonhaus wird aber weiterhin für Eheschließungen genutzt.

2017 Eröffnung des SchichtWerks durch den Verein „Zeitreise Gilching“ (der ehemaligen „Gesellschaft für Archäologie und Ortsgeschichte Gilching e.V.“) im Obergeschoss

Gemeindearchivarin Ursula Lochner

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